Weight Watchers: Punktesystem mit Erfolg?

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Beitrag des Users z8yp

Viele kennen Weight Watchers aus der Werbung, aus dem eigenen Umfeld von Freundinnen oder Bekannten, oder sogar aus eigener Erfahrung.

Das Diät-Programm verspricht Abnehm-Erfolge über die Zuordnung von Punkten für alle Lebensmittel. Doch wie erfolgreich kann man damit wirklich sein?

So funktioniert es
Für jeden Interessent wird basierend auf den Körpermaßen und dem Gewicht, sowie dem Wunschgewicht ein eigenes Punktekonto errechnet. Diese Punkte darf man dann täglich essen.

Zusätzlich kann man sich durch Sport und Fitnessaktivitäten extra Punkte hinzuverdienen, und es gibt ein wöchentliches Kontingent zur freien Verteilung.

Langfristige Ernährungsumstellung

Ziel ist die langfristige Ernährungsumstellung, um das Wunschgewicht halten zu können.

Zwischendurch darf man außerdem ‚Sattmacher-Tage’ einlegen, an denen man bestimmt definierte ‚Sattmacher’ unendlich essen darf.

Besonders praktisch an dem Programm ist die individuelle Gestaltung eines jeden: Man kann frei entscheiden was man essen möchte, und muss nicht immer die einzelnen Kalorien zählen. Das vereinfacht das Abnehmen.

Das Punktesystem

Die Punkte des Programms basieren auf den Inhaltsstoffen der Lebensmittel. ‚Obst und Gemüse’ zum Beispiel hat den Wert 0, das heißt man kann davon essen wie viel man möchte ohne Punkte abziehen zu müssen.

Vollkornbrot hat 2 Punkte, ein Croissant dagegen schon 6,5. Alle Punkte zusammen dürfen dann den Tageswert nicht überschreiten. Hier kann jeder selbst entscheiden, in wie viele Mahlzeiten er diese unterteilt.

Wie viele Punkte jeder zur Verfügung hat basiert auf dem Geschlecht, dem Alter, dem Gewicht sowie der täglichen Aktivität und der Körpergröße.

Weibliche Teilnehmer bekommen 7 Punkte, Männliche 15. Bis 20 Jahre darf man 5 Punkte addieren, bis 35 nur noch 4, bis 50 3 Punkte, bis 65 2 Punkte und über 65 nur noch einen.

Punktekonto addieren

Von dem Gewicht darf man nun die ‚Zehnerzahl’ zum Punktekonto addieren, bei 66 Kilo also 6 Punkte, bei 95 Kilo dann 9. Ab einer Körpergröße von 1,60m dürfen 2 weitere Punkte addiert werden, kleinere Teilnehmer nur einen.

Bei ausschließlich sitzenden Tätigkeit, wie zum Beispiel im Büro, dürfen keine weiteren Punkte addiert werden. Wenn man gelegentlich sitzt, zum Beispiel als Lehrerin darf man 2 Punkte hinzufügen.

Als Kellner oder Friseur, sich also viel bewegt, darf man 4 Punkte hinzufügen; und bei körperlich sehr anstrengenden Arbeiten wie zum Beispiel als Krankenpfleger oder bei Schichtarbeit dürfen sogar 6 Punkte addiert werden.

Kritische Betrachtung

Hält sich der Teilnehmer tatsächlich an die Punkteregelung kann hiermit ein Erfolg erzielt werden. Dennoch sollte sich jeder Teilnehmer darüber bewusst sein, dass dieses Programm nicht automatisch auch gesund ist.

Man kann auch viele ungesunde Lebensmittel zu sich nehmen, und hier kleinere Mengen verzehren. Jeder sollte darauf achten so viel Obst und Gemüse wie möglich zu essen, um sich während dem Abnehmen auch gesund zu ernähren.

Auch muss jeder Teilnehmer wissen wie viel er bereit ist zu zahlen. Weight Watchers gehört zweifellos zu einer der teureren Diät-Clubs.

Mit 39,95 Euro pro Monat in Deutschland, 42 Dollar in den USA und 19,95 Euro in Frankreich verdient sich das Unternehmen mit purzelnden Kilos eine goldene Nase.

Und das, obwohl inzwischen sehr viele Informationen über gesundes Essen auf vielen Seiten und Büchern zu finden sind.

Vielleicht ist es doch die Motivation vor der Gruppe gewogen zu werden, wofür die Teilnehmer gerne bereit sind zu zahlen.